Ist die Gemeinschaftsschule Grömitz die richtige Schule für unser Kind?

Einige Informationen zu unserer Schule

In der Grömitzer Gemeinschaftsschule werden – ebenso wie in der Grundschule – alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet. Alle Kinder kommen bereits mit ganz unterschiedlichen Lernvoraussetzungen aus der Grundschule und werden entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert und aber auch gefordert. Sie können bei entsprechender Leistung jeden Abschluss erreichen:

  • den Förderschulabschluss nach der Klasse
  • den Ersten Allgemeinbildenden Abschluss (ESA) nach der Klasse
  • den Mittleren Schulabschluss (MSA) nach der Klasse

Wechsel der Schule

  • die Fachhochschulreife nach 12 Schuljahren
  • das Abitur nach 13 Jahren Schuljahren (G9)

Das Ziel der Gemeinschaftsschule ist es, jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeiten so zu fördern und zu fordern, dass es den für sie oder ihn bestmöglichen Abschluss erreichen kann. Bildungschancen bleiben so lange wie möglich offen – die Kinder haben also Zeit, sich zu entwickeln.

Die Schülerschaft an Gemeinschaftsschulen ist bewusst heterogen, denn durch den notwendigerweise veränderten Unterricht steht das selbstständige Arbeiten im Vordergrund. Potentiale der Schülerinnen und Schüler können so zielgerichteter erkannt und gefördert werden.

Die Gemeinschaftsschule ist eine Schule für alle Kinder

a)  Lernen an unserer Schule

So lange wie möglich lernen die Schülerinnen und Schüler in gemischten Lerngruppen innerhalb ihrer Klassen (Binnendifferenzierung). Die Förderung der Stärken und die Unterstützung bei Schwächen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Weiterentwicklung.

„Ein eindeutiges Ergebnis der Pisa-Studie ist (…), dass die Differenzierung in jungem Alter der Chancengerechtigkeit ohne erkennbaren Vorteil zugunsten der Qualität schadet.“ (Pisa 2006)

Leistungsrückmeldung – Zeugnisse

Klasse 5 und 6:

Damit wir den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Rückmeldung zum Leistungsstand geben können, erhalten die Kinder in der 5. und 6. Klasse nach wie vor Noten, zusätzlich gibt es eine aufgeschlüsselte Rückmeldung ihrer Leistungen in Form eines Rasters. Auch in diesen Klassen gibt es eine Differenzierung auf unterschiedlichen Niveaustufen. Auf diese Weise sind Stärken in einzelnen Teilbereichen der Fächer ebenso erkennbar wie Bereiche, in denen verstärkt geübt werden muss.

Ab Klasse 7:

In den Fächern wird es eine Fachleistungsdifferenzierung auf mindestens zwei Niveaustufen geben. Diese Differenzierung ist fächerunabhängig und kann somit auch von Fach zu Fach unterschiedlich sein. Es ist also möglich in einem Fach eine „Basisnote“ zu erhalten und in einem anderen Fach eine Note auf mittleren Niveau. In einigen Fällen gibt es sogar Noten im gehobenen Niveau.

Wahlpflichtunterricht ab Klasse 7

Ab der 7. Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler ein Neigungsfach, in dem sie durchgehend vierstündig unterrichtet werden. Folgende Neigungsfächer bieten wir an (das Angebot kann auf Grund von Fachzuweisungen variieren):

Ein Kurswechsel ist nicht vorgesehen.

  • Französisch
  • Sport
  • Mensch, Natur und Umwelt
  • Gesundheit und Ernährung
  • Darstellen und Gestalten

Wichtig für das weitere Leben und für ein Bestehen in der Arbeitswelt ist natürlich zum einen das fachliche Lernen, genauso wichtig ist die Weiterentwicklung im Sozialen und Persönlichen (Schlüsselqualifikationen). Aus diesem Grund lernen die Schülerinnen und Schüler:

  • die Arbeit im Team
  • die gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung
  • die Selbstorganisation der eigenen Arbeit
  • einen flexiblen Umgang mit neuen Situationen und Anforderungen
  • das (An-)Erkennen von (eigenen) Leistungen

b) Berufsorientierung an der Grömitzer Gemeinschaftsschule

Unsere Schülerinnen und Schüler verlassen mit dem individuell bestmöglichen Schulabschluss die Schule, um eine Ausbildung zu beginnen, um auf eine weiterführende Schule mit gymnasialer Oberstufe oder auf ein berufliches Gymnasium zu gehen. Einige Jugendliche schließen an ihre Schulzeit ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr an.

Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich auf die Zeit nach ihrem Schulabschluss vor.

Berufsvorbereitung in den einzelnen Jahrgangsstufen

5.-8. Jahrgangsstufen:

Erste eigene Berührungen und Erfahrungen mit verschieden Berufen aus der eigenen Umgebung.

7. Jahrgangsstufe

Die Heranführung der Schülerinnen und Schüler an die Berufswelt beginnt vor den Osterferien in der 7.Klassenstufe mit einer zweitägigen Potentialanalyse. Wir führen hierdurch eine relativ frühe Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der Arbeitswelt außerhalb der Schule herbei. Da die eigenen Eltern als betreuende Personen mitwirken, ist die Hemmschwelle auf Seiten der Schülerinnen und Schüler gering.

Während einer zweiwöchige Berufsorientierung in den Lensahner und Oldenburger Werkstätten (JobB) können 5 Berufe aus verschiedenen Berufsfeldern kennen gelernt werden.

8.   Jahrgangsstufe:

Am Ende des Schuljahres absolvieren alle Schülerinnen und Schüler ihr erstes 1- wöchiges Betriebspraktikum. Eine Vielzahl ergänzender Maßnahmen rundet das Berufsvorbereitungskonzept des 8. Jahrgangs ab. In der H8 findet sogar ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt.

9.   Jahrgangsstufe

Die Auseinandersetzung mit berufsvorbereitenden Maßnahmen setzt sich im Wipo- Unterricht des 9. Schuljahres fort. Mitarbeiter des Internationalern Bundes bieten als Berufsvorbereitung der Schule montags und freitags nach Vereinbarung eine Sprechstunde und Betreuung an. Schülerinnen und Schüler melden sich an, stellen Fragen, informieren sich und werden so an die sich ihnen bietenden Möglichkeiten herangeführt. Das zweite 14-tägige Betriebspraktikum schließt sich im ersten Schulhalbjahr an. Die gemachten Erfahrungen werden durch regen Austausch den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe vermittelt. Ein Besuch im Berufsinformationszentrum Lübeck ergänzen das Bild. Auch im 9. Schuljahr gibt es eine große Zahl ergänzender Maßnahmen des Berufsvorbereitungskonzeptes.

10.   Jahrgangsstufe

Zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung der Jugendlichen im 10. Schuljahr ist über die bereits in den Vorjahrgängen wahrgenommenen Maßnahmen hinaus die Lebensplanung für die Jugendlichen. Die Möglichkeiten weiterführende Schulen zu besuchen werden aufgezeigt, intensive Gespräche führen zu Entscheidungen bezüglich der Ausbildungsplatzsuche, Bewerbungen werden geschrieben, Fragen der selbstständigen Bewältigung des Alltags nach der Schulzeit werden erörtert. Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren ein freiwilliges, zusätzliches Betriebspraktikum, in der Regel während der Ferien. Von der Schule organisierte Besuche bei Berufsmessen und Betriebsbesichtigungen helfen den Schülerinnen und Schülern, sich ein Gesamtbild zu machen.

c)  Schulsozialarbeit

„Wenn du uns brauchst, sind wir für dich da!“

  • gewährt ‚Auszeiten‘ in problematischen Situationen
  • hilft als Rückzugsort in akuten Notsituationen
  • ist ein Ort der Erlangung sozialer Kompetenzen
  • hilft beim Abbau von Ängsten und Aggressionen
  • schafft eine ruhige Atmosphäre für Gespräche
  • stellt in Konflikt- und Krisensituationen Hilfsangebote bereit
  • unterstützt Konfliktklärung für einzelne Schüler, Gruppen und Klassen
  • fördert ein positives Miteinander
  • ein Ort der Stille für alle Schüler/innen

Wie ist das organisiert?

  1. Aktuelle Stunden (Für Schüler/innen mit aktuellen und kurzfristig zu bewältigenden Problemen)
  2. Feste Stunden für Kinder der -7. Klasse (Gruppen, aufgeteilt in Jungen- bzw. Mädchengruppen)
  3. Pausenpräsenz (In beiden großen Pausen)
  4. Anlaufstelle für Ältere in psychischen Notsituationen
  5. Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern

Prinzipien:

  • Schüler/innen haben ein Mitspracherecht
  • Individuelle Bedürfnisse werden geachtet
  • Unterschiedliche Interessen werden akzeptiert
  • Die Kommunikation ist wertschätzend und gewaltfrei
  • Alle Informationen werden vertraulich behandelt

d)   Förderung und Forderung am Nachmittag – Die OGS

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Anteil an alleinerziehenden Elternteilen und Elternpaaren, die beide berufstätig sind, ist stark angestiegen. Das Ganztagsangebot bietet Kindern die Möglichkeit, nach einem gesunden Mittagessen in der Mensa in selbst gewählten Arbeitsgruppen Interessen zu vertiefen oder neue auszubilden.

Die Offene Ganztagsschule (OGS) findet derzeit an vier Nachmittagen (Montag – Donnerstag) in der Woche statt und bietet vom musikalischen über das sportliche und künstlerische Angebot hinaus auch Unterstützung beim Lernen und bei den Hausaufgaben.

Die Kurse werden immer für ein Halbjahr verbindlich gebucht. Ein Quereinsteigen ist in der Regel möglich, aber vom Kurs abhängig – also einfach mal nachfragen.

Eine wöchentlich aktualisierte Teilnehmerliste hängt im Flur aus. Dort ist ersichtlich, wer an welchem Kurs teilnimmt.

e) Elternarbeit – Zusammen klappt es besser!

Wichtig für erfolgreiches Lernen ist die Unterstützung der Kinder durch ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten. Auf gemeinsamen Eltern- oder Informationsabenden und durch regelmäßige Elternbriefe erhalten die Eltern alle wichtigen Informationen. Über den jährlich stattfindenden Elternsprechtag hinaus arbeiten Klassen- und Fachlehrer so eng wie möglich mit den Eltern zusammen. Eltern können im Bereich Schule auf vielfältige Weise mitarbeiten: im Klassen- oder Schulelternbeirat, im Förderverein oder bei diversen Schulveranstaltungen und Fachkonferenzen.

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